Hier lebte in Verbannung Fjodor Nikititsch Romanow, Vater von Michael I, dem Gründer der Zarendynastie der Romanows. Er wurde gezwungen, das Mönchsgelübde unter den Namen Philaret abzulegen. Später wurde er zum Patriarchen von Moskau.
Im 16. - 18. Jahrhundert war das Sija-Kloster das größte religiöse und kulturelle Zentrum im Dwinaland.
Im Kloster gab es ein großes Archiv mit über 20 Tausend Aufbewahrungseinheiten: alte Dokumenten, Urkunden, Einnahme- und Ausgabebücher u.s.w. In der Klostersakristei gab es hervorragende Werke der russischen Schmuckkunst, z.B., Weihwasserschale (1583), Panhagia (1608) (gehörte dem Igumen des Sija Klosters Feodosij), das Geschenk des Patriarchen Filaret - ein wertvoller Kirchenkronleuchter (1628).
Im Kloster wurde ein hervorragendes Denkmal der altrussischen Kultur geschaffen: die Sija Originale von 500 Konturzeichnungen nach westeuropäischen gravierten Heiligenbilder.
Die Neubelebung des Antonij von Sija Klosters begann nach seiner Übergabe an die Russisch- Orthodoxe Kirche im Jahr 1992 (damaliger Igumen Triphon).
Zur Zeit gibt es im Kloster 13 Mönche, ständig wohnen da etwa 60 freiwillige Helfer. Es wird gottesdienstliche, missionarische Tätigkeit, geistliche Aufklärungs- und Wohltätigkeitsarbeit durchgeführt. Mönche des Sija Klosters nahmen an kirchlich-archäologischen Forschungsreisen zu Koshezerskij und Krasnogorskij Klöstern (1997, 1998) teil.
Im Sija- Kloster wurden nach der alten Tradition die Klosterbibliothek, Ikonenmalereiwerkstatt und Kerzenherstellung wiederaufgebaut.
Das Kloster besitzt Weiden, Ackerland, kleine Waldstücke, eine Viehfarm, einen Pferdestall. Das Kloster hat Treibhäuser gebaut sowie eine Garage, eine Bäckerei, eine Kürschnerei, eine Schusterei, Maschinen- und Tischlerwerkstätte eingerichtet.
Das Sija- Kloster baut Kirchen in seiner Umgebung auf und gibt geistliche Betreuung der Bevölkerung in einigen Gemeinden, wo keine Pfarrer eingesetzt sind. Das Kloster besuchen etwa 5 Tausend russische und ausländische Pilger pro Jahr.
Как добраться
Mit dem Bus Nr. 503 (Archangelsk - Jemezk), 511 (Archangelsk - Kotlas), 505 (Archangelsk - Welsk), 520 (Archangelsk - Kargopol) von dem Busbahnhof in Archangelsk bis zur Haltestelle "152 Kilometer", weiter gemäß dem Wegweiser der Asphaltstraße entlang 8 Kilometer durch die malerische Gegend zu Fuß. Mit dem eigenen PkW über die Straße M8 Archangelsk - Moskau bis zum Kilometer 152, rechts Wegweiser zu Antonij-Sija-Kloster.