Ein unter besonderen Schutz der Russischen Föderation gestelltes Territorium.
Der Nationalpark ist am 26.02.2013 auf Anordnung des Ministerpräsidenten der Russischen Föderation Dmitri Medvedev zwecks Bewahrung von einmaligen Primärwaldansammlungen der nördlichen Taiga, Entwicklung des Erkenntnistourismus und Durchführung des Ökomonitoring gegründet.
Die Gründung des Nationalparks hat eine große Bedeutung für die Erhaltung der Kultur und Lebensweise der Bevölkerung der Weißmeerküste. Fläche: 201668 Hektar.
Das Territorium des Parks ist durch eine außergewöhnliche Vielfalt der Landschaftsformen gekennzeichnet: hier gibt es Taiga, Sumpf, Küstengebiet, Seen- und Talgebiete. Einmalige Besonderheit des Nationalparks ist Bestand eines großen Bestandes des Taiga Primärwaldes, der an die Seeküste herankommt.
Der Nationalpark ist Wohnort von seltenen Tierarten: Zwergschwan, Fischadler, Gänseadler, Goldadler, Europäische Perlenmuttermuschel, Weißlachs.
Im Küstengewässer finden sich Meerschwein, nordischer Entenwal, Finnwal, Seiwal. Im Park sind oft Endemiten des Weißen Meeres zu sehen: Kanin-Petschora-Hering, Flunder, Weißmeer-Wolfsfisch, Weißmeerschwamm u.a.
Man kann hier folgende seltene Pflanzen in ihrer natürlichen Habitat sehen: Traunsteiners Knabenkraut, Gelber Frauenschuh, Rosenwurz u.a.
Reliktpflanzen des Parks sind Alpenangergras, rohrartiger Fuchsschwanz, kleine Simsenlilie, Öhrchen-Habichtskraut u.a.
Die Onega Halbinsel, ein Teil deren Fläche der Nationalpark besitzt, ist seit grauer Vorzeit bevölkert. An der Küste des Weißen Meeres sind von Geschichtsforschern mehr als 20 prähistorischen Siedlungen des V. - I. Jahrtausend v.u.Z. entdeckt worden.
Die größten Seen des Naturschutzparkes - Murakanskoje, Bolschoje Wygozero, Kamennoje, Slobodskoje, Lenozero u.a. sind Wohnorte von Fischarten wie Felchen, Peled-Lachs, kleine Maräne, Quappe, Flussbarsch, Hecht, Plötze, Rohrkarpfen.
Fast 50% der Onega-Halbinselfläche belegen Sümpfe, in denen vielzählige Flüsse und Bäche (insgesamt 95) ihren Anfang nehmen. Dem Wasserreichtum und der Wassernahrungsfläche nach ist der Fluss Zolotiza mit seinen Nebenflüssen der größte auf der Halbinsel. Dank ihrer Reinheit sind hiesige Flüsse und Seen ideale Laichorte für eine Vielzahl von Süßwasserfischen und peripheren Süßwasserfischen. In einigen Bächen des Nationalparks wurden Süßwassermuscheln entdeckt, Süßwasserperlen waren früher ein besonderer Stolz des Russischen Nordens.
Die Küstenbereiche des Nationalparks sind ideal für die Beobachtung von Meeressäugetieren: Eismeer-Ringelrobbe, Bartrobbe, Grönlandrobbe. Das Weiße Meer ist einer der drei Orte in der Welt, wo Grönlandrobben ihre Jungen zur Welt bringen. Im Küstenwässer an der Halbinsel Onega ernähren sich Weißwale - nicht große zähnetragende Wale.
Über den Park führt der wichtigste Weißmeer-Ostsee-Wanderungsweg: während der Herbst- und Frühlingsvogelzüge kann man im Park und der Una-Bucht bis 400 Tausend Gänsevögel u.a. Vögel beobachten.
Auf dem Territorium des Nationalparks gibt es geologisch-paläontologische Denkmäler von außerordentlichem wissenschaftlichem Wert und Rarität - Ediacara-Sedimenten.